Eine der größten Dinosaurier-Entdeckungen des Jahres 2026
Einzigartige Merkmale von Spinosaurus mirabilis
Kräftiger, scimitar-förmiger Kamm
Das auffälligste Merkmal dieses Dinosauriers ist ein säbel- oder scimitar-förmiger Kamm auf dem Kopf. Eine Knochenstruktur, die vermutlich mit einer Schicht aus Keratin überzogen war und lebendig möglicherweise farbig geleuchtet hat.
Dieser Kamm könnte:
- in Balzverhalten eine Rolle gespielt haben,
- zur Abwehr von Rivalen gedient haben
- oder zur visuellen Kommunikation eingesetzt worden sein.
Interdigitierende Zähne
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal sind die ineinandergreifenden Zähne: ein Zahn-Zahnlippen-System, bei dem die Zähne des Unterkiefers zwischen jene des Oberkiefers passen. Dadurch bildete sich eine tödliche Falle für glitschige Beute wie große Fische.
Lebensweise des „Höllenreiher“
Im Gegensatz zu früheren Modellen, wonach Spinosaurus ein vollständig aquatischer Jäger war, deuten die Funde bei S. mirabilis darauf hin, dass dieser Dinosaurier nicht als Taucher lebte, sondern eher als semi-aquatischer „Watt-Jäger“. Forschende vergleichen ihn daher liebevoll mit einem „Höllenreiher“ – einem großen, fischjagenden Land- und Wasserläufer, der in flachen Gewässern watete, statt tief zu tauchen.
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Größe & Erscheinungsbild
Obwohl noch nicht alle Skelette vollständig sind, gehen Wissenschaftler davon aus, dass Spinosaurus mirabilis:
- über 10 Meter lang war,
- mehr als sieben Tonnen wog,
- und einen langen, krokodilartigen Schädel hatte.
Der S. mirabilis war damit ein größerer oder zumindest ähnlich großer Spitzenprädator wie der berühmte Tyrannosaurus rex. Sein Körperbau war typisch für Spinosaurier:
- länglicher Schädel,
- kräftige Beine,
- ein segelartiger Rücken,
- und eine Anpassung an das Fischen von Süßwasserbeute.
Bedeutung für die Wissenschaft
Diese Entdeckung hat mehrere große Implikationen:
1. Lebensraum-Neuinterpretation
Bisher gingen Paläontologen davon aus, dass Spinosaurus-Arten vor allem nahe Küsten und Meeresufer lebten. Die Fossilien von S. mirabilis wurden jedoch 500 – 1000 km vom damaligen Meeresrand entfernt gefunden, was darauf hindeutet, dass diese Tiere auch weit im Landesinneren in Flusslandschaften lebten.
2. Evolution der Spinosaurier
Die außergewöhnlichen Merkmale, besonders die Kammstruktur und die Zahnform, geben Hinweise darauf, dass die Evolution der Spinosauriden viel facettenreicher war als bislang angenommen.
Spinosaurus mirabilis ist weit mehr als „nur“ ein weiterer Dinosaurier
Er ist ein Fenster in eine bislang unbekannte Nische der späten Kreidezeit-Ökosysteme. Seine Entdeckung bereichert unser Verständnis darüber, wie vielfältig und anpassungsfähig Dinosaurier waren, nicht nur an die Küsten, sondern auch an die großen Flusslandschaften der Urzeit. Die sensationelle Entdeckung wurde 2026 im Fachjournal Science veröffentlicht und gilt als einer der bedeutendsten Funde der Paläontologie in den letzten Jahrzehnten.



